Das Vorgehen ohne Wurzelratte

Das Roden mit der Wurzelratte hält nicht nur jedem Vergleich stand, sondern stellt die alternativen Verfahren in den Schatten.

Externe Fräsdienste

Ist in Kommunen kein eigenes Rodungsgerät vorhanden, sind meist Fräsdienste im Einsatz, wenn es darum geht, Baumstumpf und Wurzeln zu entfernen. Externe Fräsdienste bringen Abhängigkeiten und einen hohen Organisationsaufwand etwa für Absperrgenehmigungen mit sich. Zusätzliche Ortstermine oder Ortsbegehungen, wie sie bei externen Auftragnehmern zur Abstimmung notwendig sind, entfallen ebenfalls. Zudem verursachen Fräsdienste wiederkehrende Fremdkosten – und zwar für Aufgaben, die eigentlich selbst erledigt werden könnten und dabei eigene Kapazitäten auslasten.

„Es ist eine große Erleichterung, dass die Rodungen nun praktisch nebenher laufen, seit wir das mit der Wurzelratte selbst erledigen können und nur noch auf den eigenen Terminkalender Rücksicht nehmen müssen. Denn unser 2-Tonnen- oder unser 5-Tonnen-Bagger ist sowieso immer dabei und die Wurzelratte lässt sich an beide Bagger anbauen.“
Rolf Dürr, Geschäftsführer Dürr Garten- und Landschaftsbau, aus Steinsfeld im Rothenburger Land



Die Wurzelfräse

Eine eigene Wurzelfräse – egal ob als eigenständige Maschine oder zum Anbau an Traktor oder Bagger – ist hingegen eine Spezialmaschine, die vergleichsweise kostspielig in der Anschaffung ist. Gleichzeitig sind Wurzelfräsen wartungsintensiv und reparaturanfällig, weil beispielsweise regelmäßig Fräsmesser auszuwechseln sind. Dennoch sind diese teuren Geräte nicht in der Lage Baumstumpf und Baumwurzeln komplett zu entfernen, da der Arbeitsbereich einer Wurzelfräse klein ist und längst nicht die Ausdehnung der Wurzelplatte eines Baums abdeckt. So kommt es, dass nach Rodungen mit der Wurzelfräse oft nur die halbe Arbeit erledigt ist: Anstatt einer fachgerechten Komplettrodung wird eine Teilrodung ausgeführt. Wurzeln verbleiben im Boden, was nicht nur ungepflegt aussieht, sondern auch noch zu Schäden an Gerätschaften führen kann, typischerweise etwa am Mähwerk, das an verbleibenden Wurzeln hängen bleiben kann.

„Die Wurzelratte ermöglicht nicht nur die oberflächliche Entfernung von Wurzelstöcken, sondern auch die einfache und schnelle Komplettrodung des ganzen Wurzelstockes inklusive aller Stark- und Grobwurzeln.“
Hans Peter Jäiser, Geschäftsführer bei BauRent AG Ost, Schweiz



Wurzeln Ausbaggern oder Ausreißen

Kommunen müssen gefällte Bäume häufig unmittelbar ersetzen. Ist die Rodung mit Wurzelfräse erfolgt – egal ob mit der eigenen oder durch einen Fräsdienst –, sind spätestens dann in einem weiteren Arbeitsgang die restlichen Baumwurzeln zu entfernen. Dafür kommt meist ein Bagger zum Einsatz, der mit Wurzelratte ausgestattet auch imstande gewesen wäre, die Rodung gleich komplett durchzuführen. Zudem sind nach Arbeiten mit der Wurzelratte Neupflanzungen direkt möglich. Da die Schneiden auf der Suche nach Wurzelresten durch die Erde gezogen werden, ist der Boden automatisch gelockert und optimal für die Neupflanzung vorbereitet. Roden, Boden lockern, neu pflanzen – alles in einem Arbeitsgang. Durch die wirtschaftlichen und organisatorischen Vorteile, gibt es für die Durchführung von Rodungsarbeiten mit der Wurzelratte keine ernsthaft vergleichbare Alternative. Und zwar nicht nur für Kommunen, die über einen eigenen Bagger verfügen, sondern auch für solche, die regelmäßig mit Mietbaggern arbeiten.