Das Vorgehen ohne Wurzelratte

Der Arbeit mit der Wurzelratte stehen im Tiefbau herkömmliche Rodungsverfahren gegenüber, die mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringen.

Ausbaggern oder Ausreißen von Wurzeln

Im Tiefbau ist es üblich, Stubben mit dem Bagger-Löffel oder Reißzahn aus dem Boden zu baggern oder zu reißen. Das Ergebnis ist meist unzureichend oder zieht gar negative Konsequenzen für das Baugebiet nach sich. Die Ausdehnung der Wurzelplatte und die enorme Haltekraft von Baumwurzeln auf Zugbelastung machen das Ausbaggern oder Ausreißen sehr mühsam, manchmal sogar unmöglich. Selbst wenn der ganze Wurzelstock aus dem Boden gezogen ist, verbleiben mit diesen Methoden Wurzelreste bzw. organisches Material im Boden. Nach einiger Zeit kann der Boden durch einen Zersetzungsprozess absacken, was zu Schäden an Gebäuden oder Straßen führen kann. Mit dem Ausreißen oder Ausbaggern ganzer Stubben geht außerdem der Verlust von Humus bzw. Mutterboden einher. Der entstandene durchmischte Erdaushub ist zu entsorgen und muss durch neuen und teuren Mutterboden ersetzt werden, um die Baufläche wieder zu ebnen. Der unzerkleinerte Wurzelstock ist ebenfalls zu entsorgen, da er mit Gestein und Dreck verunreinigt ist und sich dadurch auch nicht als Brennmaterial weiterverwenden lässt. Das Mehr an Gewicht und Volumen des Erdaushubs erfordert größere Kapazitäten beim Abtransport und verursacht weitere Kosten.

„Der Mutterboden wurde nach dem Fräsen mit den Wurzeln entsorgt und fehlte hinterher, sodass neue Erde antransportiert und verfüllt werden musste, um das ursprüngliche Bodenniveau wieder zu erreichen. Das alles sparen wir uns jetzt.“
Gerd Weissinger, Inhaber eines Baugeschäfts in Laichingen



Die Wurzelfräse

Wurzelfräsen sind nicht in der Lage, Baumstumpf und Baumwurzeln komplett zu entfernen, da der Arbeitsbereich einer Wurzelfräse klein ist und längst nicht die Ausdehnung der Wurzelplatte eines Baums abdeckt. Nach Rodungen mit der Wurzelfräse muss deshalb mit dem Bagger nachgearbeitet werden. Verbleibendes organisches Material birgt das Risiko, dass es sich im Laufe der Zeit setzt, deshalb ist der Verzicht auf die Entfernung der Restwurzeln keine Alternative. Stehen Rodungsarbeiten an, hat der Tiefbauer also die Wahl, ob er entweder die eben beschriebenen Nachteile in Kauf nimmt – oder das Ganze zügig und effizient mit der Wurzelratte angeht.

„Die Wurzelratte ermöglicht Rodungen zu einem Bruchteil des bisherigen Aufwandes.“
Hans Peter Jäiser, Geschäftsführer bei BauRent AG Ost, Schweiz