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Vorstellung der wichtigsten wurzelbürtigen Pilze
Wie erfolgt die Übertragung von wurzelbürtigen Pilzen?
Aussagen aus der Forschung



Wie erfolgt die Übertragung von wurzelbürtigen Pilzen?


Oft sind Wunden sowohl durch Astungen am Stamm oder in der Krone oder auch Wurzelverletzungen an Bäumen die
Eintrittspforte für diese Pilze. Dies führt häufig, z. B. in Abhängigkeit zu Vitalität und Standortbedingungen, im Laufe von
Jahren und Jahrzehnten zu Verkehrssicherheitsproblemen, sprich Bruch- oder Wurfgefahr dieser befallenen Bäume.
Darüber hinaus gibt es bei unseren bekannten holzzersetzenden Pilzen auch solche Arten, die sowohl Totholz
als auch lebendes Holz besiedeln und abbauen (z. B. Hallimasch-Arten). Durch diese Fähigkeit sind diese Pilze
in der Lage, Jahre und Jahrzehnte auf alten Wurzelstöcken/Wurzelstubben zu leben und dadurch auch zum Teil
gesunde Nachbarbäume neu zu infizieren!

Pilze und ihre Übertragungswege

Holzzersetzende Pilze breiten sich durch verschiedene „Besiedelungsstrategien“ aus. Zum einen gibt es den Sporenflug,
mit dem Baumwunden besiedelt werden. Weiter die Möglichkeit, dass sich Sporen in den Boden einwachsen sowie die
Verbreitung durch Wurzelverwachsungen von Bäumen untereinander. Darüber hinaus können Pilze auch
Rhizomorphen bilden und diese im Boden ausbreiten und damit den nächsten Baum erreichen, besiedeln und gesundes
Holz abbauen.

In der Regel wird davon ausgegangen, dass sich vor allem Jungbäume gegen den Angriff von Pilzen durch eigene
Abwehrmechanismen schützen können. Dies trifft auf vitale, gesunde und unbeschädigte Pflanzware im Regelfall auch zu.

Pilzübertragung Wurzeln

Abb.: Pilzübertragung

Pilzübertragung Wurzeln

Werden durch die schon zum Teil oben beschriebenen Faktoren wie Bodenverdichtungen, Trockenstress, Staunässe,
aber auch Eintrag von Streusalz, Anfahrschäden, Wurzelverletzungen durch Grabarbeiten usw. die Bäume geschwächt,
sind Folgeschäden durch Sekundärschädlinge wie Pilz- und Insektenbefall sehr häufig.

Zusammengefasst kann Folgendes festgehalten werden:
Es gibt eine Anzahl von häufig auftretenden, holzzersetzenden Pilzen, die aufgrund einer „Eintrittspforte“ wie Verletzungen
der Wurzeln oder der Rinde, aber auch durch Wurzelverwachsungen Bäume besiedeln. Am anfälligsten sind geschwächte
oder z. B. unter Trockenstress stehende Bäume. Jedoch können auch augenscheinlich gesunde Bäume besiedelt werden.
Zu diesen holzzersetzenden Pilzen gehören die Arten, die sowohl als Saprophyt als auch als Parasit agieren können.
Die Verbreitung wird maßgeblich durch alte Wurzelstöcke/Wurzelstubben und Wurzelreste mit verursacht. Diese bieten die
Substanz und Energie, dass Pilze (z. B. Hallimasch) sich auch im Boden (z. B. über Rhizomorphe) zu benachbarten Bäumen
übertragen können. Die Folgen sind die Beeinträchtigung der Stand- und Bruchsicherheit, der durch häufigere
Untersuchungen, Schnittmaßnahmen und letztendlich die Fällung solcher Bäume Rechnung getragen werden
muss.

Pilze und ihre Wirkungskraft!



Pilzübertragung Riesenporling

Bild 2.3:
Zersetzung der Starkwurzeln einer
Rotbuche durch Riesenporling

Pilzübertragung Lackporling

Bild 2.4:
Bruch am Stammfuß, verursacht
durch Befall des Lackporlings

Pilzübertragung Brandkrustenpilz

Bild 2.5:
Baumwurf durch Brandkrustenpilz

Der detaillierte Bericht
zum Projekt unter:

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